Medien und Wissenschaft

„Man muss den Künstlern nicht bis in den letzten Winkel ihres komplizierten theoretischen Unterbaus folgen, um das Wahrzeichen Reichstag eine faszinierende Idee zu finden. Als reines Kunstwerk dürfte es seine größten Reize entfalten.

Allein die visuelle Sensation verleiht ihm eine Qualität, wie sie Jacob Burckhardt einst für die Malerei definierte. Das Kunstwerk müsse durch seine künstlerische Kraft eine solche Stimmung hervorbringen, daß man seinem Inhalt von vornherein das Höchste zutraut. Es müsse schön und ergreifend sein, noch bevor es materiell verständlich ist. Hernach hätte man immer noch Zeit zu fragen, was das Werk insbesondere vorstelle.“

RAINER HAUBRICH
DIE WELT

„Die demokratische Antithese
zu Speers Lichtarchitektur.“

JOHANNES GROSS
Aphoristiker und Publizist

„Über einem Modell des Reichstages sieht man eine reale Laserprojektion. Dazu hört man Musik verschiedener Komponisten und kann auf exquisit gestalteten Blättern (der Denkschrift) die Texte zum Reichstag und zur Lichtskulptur lesen. Während die Laserprojektion selbst nüchtern wirkt, sind die Texte von einem merkwürdig berührenden Pathos getragen. Es ist zuweilen so, als stünde hinter den Worten noch ein anderer Geist.“

DIRK SCHWARZE
HESSISCH-NIEDERSÄCHSISCHE ALLGEMEINE

„Das nahezu religiös wirkende, indes mit High-Tech-Mitteln entstehende
multimediale Gesamtkunstwerk ist ein ebenso eindringlicher wie phantasievoller Kommentar zur langen Historie unserer Zivilisation. Hochkarätige internationale Komponisten beteiligen sich an der Raum-Licht-Installation mit interessanten klanglichen Dimensionen.“

BERLINER ZEITUNG

„Schon das Demonstrationsmodell ist beeindruckend und gibt eine Vorstellung davon, welchen nachhaltigen Eindruck die Realisierung des Objektes ausüben könnte.“

SUSANNE VON OLDENBURG
Lichtreport

„Den Besuchern gefällt die Laserpyramide für den Reichstag.“

DER TAGESSPIEGEL

„Grün, grazil, geheimnisvoll. Eine weithin sichtbare Botschaft demokratischer Freiheit. Zum klotzigen Arbeitshaus der Demokraten würde sich – als Kontrast wie als Ergänzung – ein gleißendes, filigranes, aber auch unergründliches Werk der Kunst gesellen.“

BERLINER MORGENPOST

„Die Oktave ist das überzeugendste Symbol der Einheit,
das wir in der Natur finden können.“

PROF. JOACHIM-ERNST BERENDT
Musikjournalist und Klangforscher

„Wahrzeichen Reichstag ist ein zeitgenössischer Ausdruck von zweieinhalb Jahrtausenden europäischer und außereuropäischer Geistesgeschichte. Eingebettet in alle wichtigen geistesgeschichtlichen Phasen, die mit den Namen von Pythagoras, Plato (Sphärenharmonie) und Kepler (Weltharmonik) verbunden sind, ist das Wahrzeichen Reichstag für das kulturelle Leben unserer Zeit die Erfüllung eines Jahrtausende alten Traums: Die Harmonie der Welt wird sichtbar, hörbar und erfahrbar.

Wie könnte man dem zusammenwachsenden Europa noch eine bessere Hommage zuteil werden lassen, als dieses Werk ausgerechnet dort zu realisieren, wo neben deutscher auch europäische Politik gestaltet wird?

Dem Deutschen Parlament bietet sich mit dem Wahrzeichen Reichstag die wunderbare Chance, in der Verbindung von idealer Architektur und Musik den Gedanken der Harmonie, weltweit und ganz sicher auch medienwirksam zu präsentieren. Hoffen wir, dass man diese Gelegenheit beim Schopfe ergreift!“

DR. WERNER HEINZ
Historiker, Archäologe, Metrologe, Wissenschaftsautor
„Musik in der Architektur“, Europäischer Verlag der Wissenschaften
Frankfurt/Main, 2005

„Der Prozess des Sehens ist im Alltag fast ohne Pause darauf gerichtet, die Umgebung nach Informationen abzutasten. Sehen im Dienste der Informationsgewinnung wird es nicht sein, was andächtige Besucher vielfach weit über eine halbe Stunde vor dem Modell der Licht-Raum-Skulptur Wahrzeichen Reichstag faszinierte. Offenbar gibt es noch einen anderen Sehprozess, der äußeres Sehen und inneres Empfinden in einem wechselseitigen Wahrnehmungsprozess zusammenhält.

Dieser Prozess spielt auch beim Hören und Komponieren von Musik eine große Rolle. Es ist die Schönheit abstrakter Strukturen, die das Bewusstsein auf wunderbare Weise fasziniert. So ist es nicht verwunderlich, dass Fischer namhafte Komponisten bewegen konnte, Musik zu komponieren, die einen inneren Bezug zur Laser-Licht-Pyramide und dem Wahrzeichen Reichstag insgesamt herstellt. Musiker verstehen vielleicht etwas eher, was solche „überirdisch“ schön wirkende Lichtkonstruktion bei einem abendlichen Betrachter auslösen kann: Momente meditativen Staunens über die Schönheit der abstrakten Natur.

Die von der unvergleichlichen Ästhetik und der symbolischen Kraft dieses Gesamtkunstwerkes ausgelösten Gedanken werden von großer und vielfältiger gesellschaftlicher Bedeutung sein und unsere demokratische Kultur bereichern.“

DR. BERND DYCKHOFF
Arzt und Komponist

„Was in der bisherigen Medienkunst, u.a. mit der Lichtorgel in Spielbergs Film ,Unheimliche Begegnung der Dritten Art‘, noch als Utopie suggeriert wurde, Licht-Klang-Synergien als Science-Fiction-Form universeller Verständigung, kristallisiert sich in Fischers Licht-Klang-Pyramide als real, plausibel und haltbar: Die Erfindung einer philosophisch-ästhetischen Kommunikation über Geschichte, Natur und Zukunft lässt die klare ideell-künstlerische Einheit des Projektes deutlich werden.

Das grüne Laserlicht, das inspirierend wirkt und Ruhe ausstrahlt, soll als adäquates Medium für ein weithin sichtbares Lichtzeichen für das neue Jahrtausend erscheinen. Bereits die Licht-Land-Plastik „Einigkeit –Recht – Freiheit“ lässt die unnachahmliche Ästhetik des atmosphärisch-oszillierenden Lichtspiels der Pyramide ahnen, besonders wenn sie künftig im Regen oder Schnee über dem Reichstag aufleuchten würde.

Im Mittelpunkt unserer Demokratie würde dort das Licht-Klang-Werk zu
einem Kristallisationspunkt eines neuen ästhetisch-politischen Zugangs zum
Reichstag als demokratischem Besinnungs- und Gestaltungsort.“

KNUTH HELMS
Kunsthistoriker
HUMBOLDT

„Eine Pyramide aus grünem Laserlicht steht auf dem Reichstagsgebäude, ihre vier Strahlen reichen nach oben tief in den Abendhimmel, begleitet durch musikalische Klang-Installationen von Wilhelm Dieter Siebert, Lothar Voigtländer und György Ligeti.

Farbton und chromatische Skala, Lichtwellen und Tonschwingungen, Synästhesie, Naturharmonie, der Mikrokosmos als Spiegel des Makrokosmos. Ganz klar, dass solch ein Riesenthema im Zusammenhang mit einem politischen Anliegen Voigtländers Phantasie begeistern musste.“

PROF. DR. ULRIKE LIEDTKE

Musikwissenschaftlerin, 1991-2014 Gründungsdirektorin Bundes-Musikakademie Rheinsberg
2009 Vizepräsidentin Deutscher Musikrat, 2014 Direktmandat Landtag Brandenburg
2016 Präsidentin Landesmusikrat Brandenburg, 2017 Honorarprofessur Universität Potsdam

aus „Lichtklang“ in Ein Prisma Ostdeutscher Musik. Der Komponist Lothar Voigtländer“
von Massow, Grysko, Prkno (Hg.) 2015 Böhlau Verlag Köln Weimar Wien